Verein

Kameradschafts- und Heimatbund Urloffen e.V.

Vereinswappen
St.-Martin-Strasse 57
77767 Appenweier
Ortsteil: Urloffen

Vorsitzende(r):
Herr Uwe Kirschberger
07805 9136741 +49 176 30976628
0151 55431321
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Vereinsporträt
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Vereinsporträt

Mit seinen 160 Jahren zählt unser Verein zu den ältesten im Dorf. Unser Vereinsheim befindet sich im 2009 neu erbauten Bürgerzentrum in der Kapellengasse. Jeden 1. Sonntag im Monat treffen wir uns im Vereinsheim, besprechen dort interne Angelegenheiten, informieren über Vorplanungen und Vorhaben wie Arbeitseinsätze und kulturelle Veranstaltungen usw.

Der Kameradschafts- und Heimatbund beteiligt sich auch aktiv am kulturellen Leben in der Gemeinde. Z.B. nehmen wir schon seit Jahren am Kinder-Ferienprogramm teil. Seit 2008 bauen wir im Rahmen des "Urloffener Adventsfenster" eine große Krippe (die größte ihrer Art in der Ortenau) auf, das mit dem Event "Rock am Stall" am 6. Januar seinen Abschluss findet.

Krippe 
Wir haben auch eine Motorrad-Gruppe, die im Sommer mehrere ein- und mehrtägige Touren unternehmen. Verschiedene Radtouren sowie unser Herbstausflug runden unser aktives Vereinsleben ab.

Hier noch eine kurze Chronik unseres Verein, aufgeschrieben von

Richard Schmidt (Ehrenvorstand)

Was bewog jene Männer, Josef Fritsch und der damalige Pfarrer Josef Brunner sowie 25 Gleichgesinnte, an Martini, dem Urloffener Patrozinium, den sog. Militärverein zu gründen und auf Vorschlag von Pfarrer Brunner, den vielen, in den vergangenen Kriegen gefallenen und vermissten Bürgern zu gedenken. Diese Tradition und gleichzeitige Verpflichtung wurde bis zum heutigen Tag aufrechterhalten.

Anlass:
Eine sehr lange, traurige Geschichte; sie geht zurück bis in die Zeit Napoleons. Jener machtbesessene Kaiser annulliert einfach die kleinen Grafschaften nud Ministaaten rechts des Rheins. Bayern und Württemberg werden sogar Königreiche. Und den damaligen Kurfürst Karl Friedrich, Regent der Grafschaft Durlach, (gerade 90.000 Einwohner) ernannte er zum Großherzog von Baden, allerdings mit der Verpflichtung, im Ernstfall Truppenkontingente zu stellen. Allein in den Jahren 1806 - 1815 verloren über 30.000 Badener durch napoleonische Kriege ihr Leben. Der Blutzoll war immens. "Unser badisches Land ist verarmt und entmannt", so schrieb ein Zeitzeuge. Das Großherzogtum wurde 1806 teuer erkauft.

Im Jahre 1848 ereilte das Badnerland ein weiteres, schweres Schicksal, "Die Badische Revolution". Von Offenburg und Konstanz ging die zunächst friedliche Bewegung aus; man forderte die konstitutionelle Monarchie, also eine auf einer Verfassung gegründete Regierung. Jene Männer hofften, bei dem feinsinnigen Großherzog Leopold Gehör zu finden. Doch ein preußisches Armeekorps schlug den Aufstand nieder, nachdem in der Garnison Rastatt Offizier und Mannschaften dem Großherzog den Gehorsam verweigerten. Die Aufständigen wurden standrechtlich erschossen. Und wieder floss badisches Blut. Frauen, Kinder und Eltern verloren wieder einmal ihre Ernährer. Der Großherzog erhängte aufgrund jener Bestrebungen sofort das Versammlungsverbot und führte die 6- jährige Dienstzeit nach preußischem Muster ein.

Erst neun Jahre nach der missglückten Revolution war es der neue Fürst, Großherzog Friedrich, der das Versammlungsverbot aufhob und die gesellen-, Militär- und Turnvereine wieder zuließ. Somit war der Weg geebnet, sich in Gruppen und Organisationen zusammenzuschließen, um der freiheitlichen Forderung mehr Gewicht zu verleihen.

Dies war für Josef Fritsch und seine 25 Männer das Startsignal, an Martini desselben Jahres, also 1858, den sog. Militärverein ins Leben zu rufen. Leider ist das Gründungsprotokoll seit 1958 spurlos verschwunden. Aus mündlichen Überlieferungen aber weiß man, dass der Verein sich auch verpflichtet hat, den Angehörigen, Witwen und alten Eltern der in den Kriegen Gefallenen zu helfen, die Ernten einzubringen.

Heute nennt sich der Verein "Kameradschafts- und Heimatbund Urloffen e.V."

Seine Aufgaben und Ziele aber haben sich nicht geändert. Er fühlt sich gemäß seiner selbst gestellten Satzung nach wie vor für die Pflege der Kameradschaft, für die Einhaltung und Förderung des kulturellen Lebens, insbesondere die Wahrung alter Traditionen und der Heimatpflege in der Ortschaft Urloffen verpflichtet. Gemäß dieser Verpflichtung leistete die Kameradschaft in den jahren 1976/77 bei der Kirchenrenovierung einen großen Beitrag. Durch ihre außergewöhnlichen Vorleistungen blieben der Pfarrgemeinde über 100.000.-- DM (lt. Berechnung des leitenden Architekten Heinrich Brudy aus Urloffen) erspart. Im Jahre 1979 war es wieder die Kameradschaft, die den total verwahrlosten Kirchplatz renovierte. Man sammelte bei den Bürgern 20.000 DM und verwandelte jene triste Teerwüste in eine ansehnliche Anlage mit Sträuchern und Pflaster, wie sie heute noch zu sehen sind. Ebenso ist die Kirchturmbeleuchtung unserer Pfarrkirche ein Verdienst der Kameradschaft, wobei die Mitglieder über ein Drittel der kosten selbst beisteuerten. Den rest spendeten bereitwillige Bürger.

Laut Satzung können alle natürlichen Personen Mitglied werden, also auch Frauen, deren einige wir in unseren Reihen haben und hatten. der Außenstehende mag sich vielleicht fragen, warum die Urloffener Kameradschaft sich gerade ihrer 160- jährigen Existenz erinnert. Diese Erinnerung gipfelt in der Erkenntnis, dass mit diesem Verein soviel Tradition, aber auch soviel Schicksal verbunden ist. Er wurde von Männern gegründet, deren Väter und auch Brüder ihr Leben verpfändeten, ihrer persönlichen Freiheit wegen. Er wurde erhalten von den nachfolgenden Generationen, die dem Inferno der Schlachten entronnen sind. Sie haben eine heilige Verpflichtung sich geschworen, als die Überlebenden zu mahnen, nicht im Krieg gegeneinander zu kämpfen ist lebenswert, sondern im Frieden miteinander zu leben; dahin geht unser Streben!! Ein lohnendes Ziel!!



Der geschäftsführende Vorstand:


1. Vorsitzender       Uwe Kirschberger
2. Vorsitzender       Gerhard Müller
Geschäftsführer      Bernd Haferkamp
Kassenverwalter     Manfred Tremmel
Schriftführer            Matthäus Bayer

Mitgliederstand zum 13. Mai 2019 = 101

regelmäßige Termine
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regelmäßige Termine
1. Sonntag im Monat: Treffen im Vereinsheim ab 10Uhr ( im Ferienmonat August kein Treffen )
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