Verhaltenstipps

Überblick:

  • 112: Rettungsdienst, Notarzt, Feuerwehr (europaweit). Punkte, die beim Notruf beachtet werden sollten! WER ruft an? WO? WAS? WIEVIEL? WELCHE ? WARTEN! WICHTIGES: (...).
  • Rauchmelder retten Leben!
  • Blaulicht und Martinshorn müssen sein.
  • Rettungsgasse bilden (Die Rettungsgasse rettet Leben! Video, wie eine Rettungsgasse gebildet wird).
  • Brandschutztipps für den Sommer.
  • Brandschutztipps für den Winter (werden hier aktuell bereitgestellt).

Mehr dazu:

  • 112: Rettungsdienst, Notarzt, Feuerwehr (europaweit) - Punkte, die beim Notruf beachtet werden sollten!
    • WER ruft an? Nennen Sie Name und Adresse für eventuelle Rückfragen.
    • WO? Genaue Bezeichnung des Unfallorts / Brandorts. Ort, Straße, Hausnummer, Stockwerk usw.
    • WAS? Kurze Beschreibung der Notfallsituation (Feuer, Verkehrsunfall, Verletzte usw.). Die Feuerwehrleitstelle muss erkennen, welche Maßnahmen eingeleitet werden müssen.
    • WIEVIEL? Wie viele verletzte Personen? Durch diese Angabe kann die Leitstelle ausreichend Rettungsmittel zur Einsatzstelle schicken.
    • WELCHE ? Welche Verletzungen oder Krankheitszeichen haben die Betroffenen?
    • WARTEN! Legen Sie erst auf, wenn das Gespräch von der Leitstelle beendet wurde! Die Feuerwehrleitstelle hat eventuell Rückfragen.
    • Wichtig: Die Notrufnummer 112 ist auch international aus den Mobilfunknetzen zu den zuständigen Einrichtungen geschaltet. Auch ohne Eingabe der Pin kann von jedem Mobiltelefon ein Notruf abgesetzt werden. Anstatt der Pin ist lediglich der Notruf 112 einzugeben und zu bestätigen.
  • Rauchmelder retten Leben!

    • Da bereits das Einatmen einer Lungenfüllung mit Brandrauch tödlich sein kann, ist ein Rauchmelder der beste Lebensretter in der Wohnung. Der laute Alarm des Rauchmelders warnt auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr und gibt den nötigen Vorsprung, sich und Ihre Familie in Sicherheit zu bringen und die Feuerwehr zu alarmieren.
  • Blaulicht und Martinshorn müssen sein.

    Stellen Sie sich vor: Sie wohnen beim Feuerwehrhaus oder an der Hauptstraße. Nachts um 3 Uhr fährt mit lautem Getöse die Feuerwehr an ihrem Haus vorbei. Sie werden wach. Was denken Sie?
    • Hoffentlich können die Feuerwehrleute noch rechtzeitig helfen oder
    • Die werden doch nicht zu uns kommen oder
    • Sind alle unsere Kinder zu Hause oder
    • Müssen die so einen Krach machen und mich in meiner wohlverdienten Nachtruhe stören?!
    Wird die Feuerwehr alarmiert, zählt jede Sekunde. Minuten entscheiden oftmals über Leben und Tod, über kleines Feuer oder Großbrand mit riesigem Sachschaden. Darum muss die Feuerwehr im Schadensfall möglichst rasch an der Einsatzstelle sein. Und dabei helfen ihr die Sonderrechte nach § 35 Straßenverkehrsordnung. Diese können aber nur in Anspruch genommen werden mit Blaulicht und Martinhorn.
    Es ordnet an:

    Alle übrigen Verkehrsteilnehmer haben sofort freie Bahn zu schaffen. Das Blaulicht allein ist hierfür unzulässig.

    Stellen sie sich vor, dass diese "krachmachenden" Feuerwehrleute vor 3 Minuten noch selbst in ihren Betten waren und wie Sie um 6 Uhr wieder zur Arbeit müssen und wie Sie die nächsten 2 oder 3 Stunden nicht mehr schlafen werden (was oftmals auch für die Familien gilt)

    Ihre Feuerwehr - Tag und Nacht für sie einsatzbereit - dankt ihnen für ihr Verständnis.

  • Rettungsgasse bilden: Was tun, wenn im Rückspiegel ein Fahrzeug mit Blaulicht auftaucht?

    Wie verhalte ich mich richtig, wenn ein Einsatzfahrzeug mit Blaulicht und Martinshorn hinter mir auftaucht? Hier geben wir Ihnen wertvolle Tipps, so dass Sie in solchen Situationen richtig reagieren können, und die Einsatzkräfte nicht wertvolle Sekunden verlieren.

    Rechtliche Grundlage.

    Der Gesetzgeber hat Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und anderen Hilfsdiensten in der Straßenverkehrsordnung (StVO) im Paragraf 38 ein sogenanntes Wegerecht eingeräumt, wenn höchste Eile geboten ist, um Menschenleben zu retten, schwere gesundheitliche Schäden abzuwenden, um eine Gefahr der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung abzuwenden, um flüchtige Personen zu verfolgen und um bedeutende Sachwerte zu erhalten. Blaulicht und Martinshorn gemeinsam gewähren einem Einsatzfahrzeug das Wegerecht, was bedeutet, dass andere Verkehrsteilnehmer sofort freie Bahn zu schaffen haben.

    Darum sollte bei allen Verkehrsteilnehmern das Motto gelten:

    • Keine Panik bei Blaulicht und Martinshorn? Bewahren sie Ruhe!

    Orientieren sie sich:

    • Woher kommt das Signal?
    • In welche Richtung bewegen sich die Einsatzfahrzeuge?
    • Wie viele Fahrzeuge sind es?
    • Möglicherweise folgen weitere Fahrzeuge!

    Beachten sie folgende Verhaltenstipps:

    • Auf einspurigen Fahrbahnen fahren alle Fahrzeuge nach rechts an den jeweiligen Straßenrand!
    • Fährt ein Einsatzfahrzeug auf gleicher Höhe, Geschwindigkeit verringern und Einsatzfahrzeug einscheren lassen.
    • Bei entgegenkommenden Einsatzfahrzeugen nach rechts ausweichen, Tempo verringern und notfalls anhalten.
    • Vor einer roten Ampel nach rechts ausweichen und ggf. über die Haltelinie in die Kreuzung einfahren, wenn dies der Verkehr zulässt. Schon ein Meter kann nachfolgenden Fahrzeugen das Rangieren ermöglichen und dem Einsatzfahrzeug so freie Fahrt bieten.
    • Auch Fußgänger und Radfahrer müssen Einsatzfahrzeuge passieren lassen und dabei auf eigene Vorrechte verzichten.
    • Immer den Blinker setzen um den Einsatzfahrzeugen anzuzeigen, in welche Richtung man Platz schaffen will, dabei auf andere Verkehrsteilnehmer achten.
    • Starten sie vor Unfallstellen keine ?wilden Wendemanöver?, den anfahrenden Einsatzfahrzeugen könnte hierdurch die Anfahrt zur Einsatzstelle blockiert werden.

    Folgende Tipps gelten für zwei- beziehungsweise für dreispurige Autobahnen:

    • Auf zweispurigen Autobahnen ist zwischen den Fahrspuren die Rettungsgasse zu bilden.
    • Bei einer dreispurigen Autobahn ist zwischen der mittleren und der linken Spur Platz für die Einsatzfahrzeuge zu schaffen.
    • Schon bei beginnendem Stau genügend Abstand halten, damit man gegebenenfalls zur Seite ausweichen und die Rettungsgasse bilden kann.
    • Den rückwärtigen Verkehr durch Rückspiegel und Seitenspiegel beobachten und vorsichtig zur Seite fahren.
    • Aufmerksam bleiben, auch wenn schon Einsatzfahrzeuge vorbeigefahren sind.
    • Oftmals folgen weitere Fahrzeuge.
    • Standspur freihalten. Wer die Rettungsgasse nicht vorschriftsmäßig bildet, muss mit einem Verwarnungsgeld rechnen. Der Standstreifen muss ebenfalls wie die Rettungsgasse frei bleiben. Auf dem Standstreifen bis zur nächsten Ausfahrt fahren, wird (noch) mit einer Geldstrafe und Punkten in Flensburg geahndet. Die Vorschriften gelten ebenso für Motorradfahrer.
    Quelle: Die Rettungsgasse rettet Leben! Video, wie eine Rettungsgasse gebildet wird.
  • Brandschutztipps für den Sommer: Sommerzeit = Grillzeit.

    Kaum zeigen sich erste frühlingshafte Temperaturen, da werden die Grills ausgepackt und die Grillsaison eröffnet. Aufgrund der Beliebtheit bei Jung und Alt verzichten manche sogar im Winter nicht auf das Grillvergnügen. Dabei kommt es immer wieder zu schweren Verletzungen, verursacht durch Leichtsinn, Gedankenlosigkeit und Ungeduld.

    Wie grille ich richtig?

    • Suchen Sie sich für Ihr Grillplätzchen eine ebene und freie Stelle. Halten Sie ausreichend Abstand zu brennbaren Materialien, Bepflanzungen und Gebäuden.
    • Achten Sie darauf, dass sie nie auf Holzfußböden o.ä. brennbaren Untergründen grillen
    • Benutzen Sie nur sicherheitsgeprüfte Grillgeräte, die kippsicher sind und keine scharfen Konturen haben
    • Stellen sie den Grill immer auf einen festen Untergrund
    • Beim Grillen gilt: Immer Augen auf und nicht vor sich hin träumen. Lassen sie niemals den Grill unbeaufsichtigt!
    • Verwenden Sie nur sicherheitsgeprüfte Anzündhilfen. Diese dürfen nicht in die Hände von Kindern gelangen, denn sie sind leicht entzündbar
    • Wegen der Hitzeentwicklung und heißen Fettspritzern sollten Sie eine Schürze und Grillhandschuhe verwenden
    • Verwenden Sie niemals Brennspiritus, Benzin oder andere leicht entzündliche Stoffe als Anzünder
    • Gießen Sie niemals Brennspiritus, Benzin, oder andere leicht entzündliche Stoffe in die Glut - die explosionsartigen Stichflammen können drei Meter weit reichen und damit schwerste Verbrennungen auslösen
    • Halten sie geeignetes Löschmaterial wie z.b. einen Eimer Wasser oder Sand bereit. Besser nass und schmutzig, als lebenslange Brandnarbe

    Besondere Vorsicht gilt wenn Kinder beim Grillen dabei sind!

    • Kinder können die Gefahr nicht einschätzen
    • Anzündhilfen gehören nicht in die Hände von Kindern
    • Kinder nie unbeaufsichtigt in der Nähe des Grills spielen lassen - aufgrund Ihrer Größe kann es schnell zu Verbrennungen im Gesicht kommen
    • Frühzeitig die Kinder über die Gefahren beim Grillen aufklären und mit Ihnen den richtigen Umgang mit Grillfeuer üben.

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