141 Jahre bei der Gemeinde Appenweier

22. 06. 2022

„Bei der Behörde ist es genau wie beim Theater: Ein paar arbeiten, und die anderen schauen zu.“ Mit diesem Zitat von Heinz Erhardt eröffnete Bürgermeister Manuel Tabor seine Laudatio auf vier zu verabschiedende Mitarbeiter der Gemeinde im Rahmen einer kleinen Feierstunde in der Schwarzwaldhalle.

Gleichwohl stellte er sofort klar, dass dies auf die Verwaltung in Appenweier keinesfalls zutreffe.

Vier Mitarbeiter, die zusammen unglaubliche 141 Jahre lang bei der Gemeinde beschäftigt waren seien in der heutigen Zeit ganz und gar nicht selbstverständlich. Nein, das stehe sogar im Widerspruch zum heutigen Berufsleben, das tendenziell von häufigen Arbeitsplatzwechseln gekennzeichnet ist. Demnach müsse wohl die Gemeinde eine gewisse Attraktivität als Arbeitgeber besitzen und außerdem in unserer krisengebeutelten Welt auch Verlässlichkeit und Berechenbarkeit wertvolle Kriterien sein.

Ilse Lauther war seit der Eröffnung des Schauenburg-Kindergartens in Urloffen als Reinigungskraft dabei. 29 der insgesamt 141 Jahre gehen auf ihr Konto. 2015 wechselte sie zur Essensausgabe in der Schauenburg-Schule und des Kindergartens. Sie werde vermisst werden. Immer hilfsbereit, loyal und kollegial, Mitarbeiterinnen wie sie seien von unschätzbarem Wert, so Bürgermeister Tabor.

In der Schauenburg-Schule kennt man Elvira Vossler seit 1989. Da begann sie als Reinigungskraft, in die Fußstapfen ihrer Mutter tretend. Auch ihr Vater war an der Schule tätig, als Hausmeister. 32 Jahre lang hat Elvira Vossler immer und überall ausgeholfen, wenn Not am Mann war. Ihr Ruhestand sei im Wortsinne „wohlverdient“.

Auf 33 Jahre bei der Gemeinde bringt es Thomas Sauer. Der gelernte Kfz-Mechaniker begann 1988 beim damaligen Bauhof Urloffen und wechselte 1996 zum Wasserwerk, wo er zuletzt stellvertretender Wassermeister war. Mit viel Übersicht habe Sauer die beträchtlichen Aufgaben mit dem kostbaren Lebensmittel Trinkwasser kompetent und pragmatisch abgearbeitet, so der Laudator. In seinem Ruhestand wird sich Thomas Sauer vermehrt seinen Passion Schnapsbrennen und der Jagd widmen.

Auf rekordverdächtige 47,5 Jahre bei der Gemeinde bringt es Bernd Fischer. Er werde nicht in den Ruhestand verabschiedet, sondern aus dem Inventarverzeichnis gestrichen, scherzte Tabor.1974 begann Fischer seine Laufbahn als Beamter des mittleren nichttechnischen Dienstes. Seit 1983 war er Leiter der Gemeindekasse. Fischer erlebte die Bürgermeister Kaufmann, Götz, Stein und Tabor und feierte bereits 1999 sein 25-jähriges Dienstjubiläum. Seine Pension wird Bernd Fischer nutzen, um wieder Posaune zu spielen, außerdem ist er im Musikverein aktiv.

Bürgermeister Tabor stellte abschließend fest, dass eine Verwaltung nur so effektiv sein kann, wie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Arbeit jeden Tag im Sinne einer pragmatischen und praxisnahen Herangehensweise annehmen und umsetzen. Das setze einsatzfreudige, zuverlässige und fachkompetente Mitarbeiter voraus. Erfahrung und tatkräftiger Einsatz, aber auch die Bereitschaft sich weiter zu bilden seien dabei wichtige Bausteine.
Mit den besten Wünschen und einigen Geschenken wurden die vier Kollegen bei einem Glas Sekt in den neuen Lebensabschnitt entlassen.

v.l.: Thomas Sauer, Ilse Lauther, Elvira Vossler, Bernd Fischer und Bürgermeister Manuel Tabor
v.l.: Thomas Sauer, Ilse Lauther, Elvira Vossler, Bernd Fischer und Bürgermeister Manuel Tabor
Verabschiedungen
Verabschiedungen

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